Ausgewählte Arbeiten

Projekte, die Lernräume sichtbar machen

Jedes Projekt beginnt mit einem echten Bedarf: Orientierung schaffen, kognitive Belastung reduzieren und Lernräume so gestalten, dass Menschen Inhalte sicher verstehen und anwenden können.

Die folgenden Arbeiten zeigen unterschiedliche Facetten meiner Arbeit: neurodivergenzsensibles eLearning, szenariobasiertes Lernen, Moodle-Kursräume, KI-gestützte Lernarchitektur und mediengestützte Lernformate.

Projekte im Überblick

Die folgenden Arbeiten zeigen unterschiedliche Facetten meiner Arbeit:

Neurodivergenzgerechtes eLearning

Ein interaktiver Praxisleitfaden zur Gestaltung neurodivergenzsensibler Lernumgebungen. Der Kurs zeigt, wie gestaltungsbedingte Belastung erkannt, reduziert und in klare Architekturentscheidungen übersetzt werden kann.

Fokus: Extrinsische Belastung · Lernarchitektur · neurodivergenzsensibles Design

Ausgangslage
Viele digitale Lernangebote überfordern nicht durch ihre Inhalte, sondern durch ihre Gestaltung: unklare Struktur, konkurrierende Reize, zu viele gleichzeitige Optionen oder fehlende Orientierung. Besonders für neurodivergente Erwachsene kann dadurch unnötige mentale Belastung entstehen.
Gestaltungsentscheidung
Der Kurs wurde als praxisorientierter Leitfaden aufgebaut. Lernende betrachten eLearning nicht nur didaktisch, sondern auch aus kognitiver Perspektive: Sie erkennen gestaltungsbedingte Belastung, unterscheiden sie von fachlicher Komplexität und leiten daraus konkrete Designentscheidungen ab.
Umsetzung
Der Kurs führt durch drei Perspektiven: Belastung erkennen, Lernarchitektur bewusst gestalten und Analyse anwenden. Interaktive Aufgaben, Reflexionsfragen und konkrete Gestaltungskriterien machen sichtbar, wie Struktur, Reizreduktion, Navigation und Interaktion die kognitive Belastung beeinflussen.
Ergänzend wurden Genially und Custom Code eingesetzt, um über die Standardfunktionalität hinaus differenzierte Interaktionen zu ermöglichen.
Wirkung
Das Projekt zeigt, wie neurodivergenzsensibles Design als klare Lernarchitektur gedacht werden kann. Reduktion bedeutet hier nicht Vereinfachung, sondern Präzision: Lernumgebungen werden so gestaltet, dass Orientierung, Vorhersagbarkeit und Selbststeuerung unterstützt werden.

Gestaltung wird hier nicht als Oberfläche verstanden, sondern als kognitive Struktur.

Szenariobasiertes Lernen gestalten

Ein interaktives Storyline-Modul, in dem Lernende kurzfristig einen Kundentermin übernehmen und didaktische Entscheidungen unter Zeitdruck treffen. Das Projekt zeigt, wie Szenario, Interaktion und Feedback zusammenspielen, um Analyse, Priorisierung und Entscheidungskompetenz zu fördern.

Fokus: Szenariobasiertes Lernen · Entscheidungsarchitektur · Storyline 360

Vorschau eines Storyline-Moduls zum Szenario Herausforderung Kundentermin mit Screenshots zu Einstieg, Interaktion und Feedback.
Ausgangslage
Ausgangspunkt war die Frage, wie didaktische Entscheidungskompetenz nicht nur erklärt, sondern erlebbar gemacht werden kann.
Das Modul übersetzt diese Herausforderung in ein berufliches Szenario: Die lernende Person übernimmt kurzfristig einen Kundentermin und muss eLearning-Strukturen unter Zeitdruck analysieren, bewerten und priorisieren.  
Gestaltungsentscheidung
Ich habe mich für eine szenariobasierte Lernstrecke entschieden, weil Lernende hier nicht passiv Inhalte aufnehmen, sondern aktiv in eine Rolle gehen.
Personalisierung, klickbare Lernzielkarten und eine klare Dramaturgie unterstützen den Einstieg in die Situation und führen Schritt für Schritt durch Analyse, Bewertung und Schwerpunktsetzung.  
Umsetzung
Das Modul wurde in Articulate Storyline als geführte Entscheidungsstrecke umgesetzt.
Drag-and-Drop, Videoimpuls, Quizfragen und Feedbacklayer machen Einschätzungen sichtbar und ordnen Entscheidungen didaktisch ein. Technisch kamen unter anderem Slide Layer, Variablen, Drag-and-Drop-Logik und personalisierte Ansprache zum Einsatz.  
Wirkung
Das Projekt zeigt, wie aus einem didaktischen Thema eine konkrete Handlungssituation wird.
Analyse, Priorisierung und Feedback greifen ineinander, sodass Lernende Entscheidungen nicht nur treffen, sondern deren Bedeutung für Orientierung, Qualität und Lernerfahrung nachvollziehen können.

Storyboard Wizard für Storyline

Ein KI-gestütztes System zur Entwicklung konsistenter Storyboards für Articulate Storyline. Der Wizard verbindet Lernziel, Didaktik, Interaktion und technische Logik in einer klaren Struktur, sodass aus ersten Ideen umsetzbare Lernarchitekturen entstehen.

Fokus: KI-gestützte Lernarchitektur · Storyboard-System · Storyline-Logik

Das Bild zeigt einen Laptop mit dem geöffneten Storyboard-Wizard
Ausgangslage
Die Erstellung didaktisch fundierter Storyboards ist oft zeitaufwendig und stark von individueller Erfahrung abhängig. Ohne klare Struktur entstehen uneinheitliche Ergebnisse; Entscheidungen wirken eher zufällig als nachvollziehbar.
Gestaltungsentscheidung
Ziel war ein geführter Prozess, der didaktische Anforderungen systematisch abbildet und direkt in Storyline-kompatible Strukturen übersetzt. Der Wizard sollte Orientierung geben, ohne Gestaltungsspielraum zu verlieren.
Umsetzung
Es entstand ein KI-gestütztes System, das Storyboards als strukturierte Blueprints erzeugt. Screen ID, Lernziel, Didaktik, Interaktion, technische Logik und Umsetzung werden in einer festen Architektur zusammengeführt.
Wirkung
Der Storyboard Wizard reduziert Komplexität, macht Entscheidungen nachvollziehbarer und unterstützt konsistente Qualität. Aus leeren Anfängen entstehen strukturierte Lernarchitekturen, die direkt in Articulate Storyline weiterverarbeitet werden können.

Moodle-Kursraum implementieren

Ein in MoodleCloud umgesetzter Kursraum, der Lernmittel, Interaktionen, Fortschrittslogik und Evaluation in eine klare Lernarchitektur integriert. Das Projekt zeigt, wie technische LMS-Anforderungen, visuelle Orientierung und didaktische Struktur zu einer nutzbaren digitalen Lernumgebung verbunden werden.

Fokus: LMS-Implementierung · Tracking · Evaluation · Barrierefreiheit

Screenshot des Einstiegs und der Kursstruktur.

Ausgangslage
Ausgangspunkt war die Umsetzung eines vollständigen Moodle-Kursraums mit klar definierten LMS-Anforderungen. Dazu gehörten Kurscover, Abschnittsbilder, Lernmittel, H5P-Elemente, Quiz, Feedback, Aktivitätsabschluss, Kursfortschritt und rollenbasierte Zugänge. Zusätzlich sollten Login- und Kursumgebung visuell angepasst werden. Die Projektanforderung umfasste außerdem Barrierefreiheit, Tracking, Abschlusslogik und Evaluation.
Gestaltungsentscheidung
Ich habe den Kursraum nicht als reine Sammlung einzelner Aktivitäten aufgebaut, sondern als geführte Lernumgebung gestaltet. Der Kurs „Neurodivergenzgerechtes Lernen im digitalen Raum“ nutzt klare Abschnitte, visuelle Wiedererkennbarkeit und kurze Orientierungstexte, damit Lernende den Aufbau, ihre nächsten Schritte und den Kursabschluss schnell verstehen.
Umsetzung
Der Moodle-Kurs wurde in vier Bereiche gegliedert: Willkommen & Orientierung, Wenn Lernen zu viel wird, Klarheit schaffen sowie Weiterdenken & reflektieren. Eingerichtet wurden Kurscover, Abschnittsbilder, eingebundene Lernmittel, H5P, Quiz, Feedback, Aktivitätsabschluss, Kursfortschritt und rollenbasierte Zugänge. Zusätzlich wurden Login-Bereich, Dashboard und Kursumgebung visuell angepasst, um einen ruhigen, konsistenten Lernraum zu schaffen.
Wirkung
Das Projekt zeigt meine Fähigkeit, Lernplattformen nicht nur zu befüllen, sondern didaktisch zu strukturieren, technisch zu konfigurieren und visuell zu führen. Aus einzelnen LMS-Funktionen entsteht ein klarer Kursraum mit Orientierung, Fortschrittslogik, Rollensteuerung und Evaluation.

Cognitive Load sichtbar machen

Ein animiertes Lernvideo, das kognitive Überforderung nicht nur erklärt, sondern erlebbar macht. Über die Figur Mia, eine klare Szenendramaturgie und bewusst reduzierte Bild-Text-Gestaltung zeigt das Video, wie Lernumgebungen belasten und wie Struktur, Reduktion und Fokus Entlastung schaffen.

Fokus: Cognitive Load Theory · Storyboard · visuelle Reduktion · KI-gestützte Medienproduktion

Das Charakterdesign zeigt die visuelle Grundlage des Lernvideos. Über das Bild öffnet sich der Storyboard-Auszug.

Charakterdesign von Mia mit verschiedenen Ansichten, Expressionen und weiteren Details
Ausgangslage
Ziel war ein animiertes Lernvideo, das ein komplexes didaktisches Thema in kurzer Zeit verständlich und anschaulich macht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie kognitive Überforderung in digitalen Lernumgebungen sichtbar werden kann ohne die Lernenden selbst zusätzlich zu überlasten.
Gestaltungsentscheidung
Ich habe das Video nicht als reine Theorieerklärung aufgebaut, sondern als kurze erzählerische Lernsequenz mit der Figur Mia. Sie erlebt zunächst Reizüberflutung, fehlende Struktur und Fokusverlust. Dadurch wird Cognitive Load nicht abstrakt erklärt, sondern emotional und visuell nachvollziehbar.
Umsetzung
Alle visuellen Elemente wurden mit KI erstellt und anschließend in Canva zu einem animierten Lernvideo zusammengeführt. Die Szenen folgen einer klaren Dramaturgie: Überforderung, Bruch, Einordnung, Neuordnung, Vergleich und Transfer. Voice-over, Bildkomposition, Animation und Text wurden bewusst reduziert eingesetzt, um Coherence, Signaling und Segmentierung auch gestalterisch umzusetzen.
Wirkung
Das Projekt zeigt, wie Lernvideos didaktisch, visuell und emotional so gestaltet werden können, dass sie komplexe Konzepte zugänglich machen. Die Gestaltung modelliert dabei selbst das Lernprinzip: weniger Reize, klare Struktur und ein sichtbarer Fokus schaffen Raum für Verstehen.

Vom Lernbedarf zum visuellen Lernkonzept

Ein kuratierter Konzeptauszug für ein digitales Selbstlernangebot in Weiterentwicklung. Gezeigt werden ausgewählte Schritte von Zielgruppenanalyse und didaktischer Struktur bis zu Styleguide und mobilen UI-Mockups mit Fokus auf Orientierung, kognitive Entlastung und ruhige Nutzerführung.

Fokus: Zielgruppenanalyse · didaktisches Konzept · Styleguide · Mobile UI

Über das Bild öffnet sich ein kuratierter Auszug aus Konzept, Lernarchitektur und UI-Gestaltung.

Ausgangslage
Ausgangspunkt war ein digitales Selbstlernangebot für eine sensible Zielgruppe mit hohem Bedarf an Orientierung, Selbststeuerung und klarer Struktur. Da sich das Projekt noch in Weiterentwicklung befindet, werden strategische Details und vollständige Inhalte nicht öffentlich dargestellt.
Gestaltungsentscheidung
Ich habe den Fokus auf einen geschützten, klar geführten Lernraum gelegt. Analyse, Lernarchitektur und visuelle Gestaltung wurden so verbunden, dass Lernende Schritt für Schritt durch innere Prozesse geführt werden, ohne durch Inhalt, Sprache oder Interface zusätzlich belastet zu werden.
Umsetzung
Entwickelt wurden ausgewählte Konzept- und Designbausteine: Zielgruppenanalyse, didaktische Struktur, Moodboard, Styleguide und mobile UI-Mockups. Die Gestaltung arbeitet mit ruhigen Farbflächen, klarer Typohierarchie, großzügigem Weißraum und reduzierter Navigation.
Wirkung
Das Projekt zeigt, wie aus einem sensiblen Lernbedarf ein geschütztes digitales Lernkonzept entstehen kann. Im Mittelpunkt stehen Orientierung, kognitive Entlastung und eine visuelle Führung, die Sicherheit gibt, ohne die Inhalte zu überfrachten.